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Malaysia startet tokenisierte Bond-Infrastruktur – Securitize bindet regulierte Stablecoins an
Bank Negara Malaysia hat mit SSDS+ eine DLT-gestützte Infrastruktur für Emission, Verwahrung und Übertragung tokenisierter Anleihen und Sukuk gestartet; die Anbindung an RENTAS+ ermöglicht Zahlungen und Abwicklung rund um die Uhr in Zentralbankgeld. Securitize erhält über Anchorage Digital Bank direkten Zugang zur Prägung und Rücknahme bankemittierter Stablecoins und stärkt damit die regulierte Geldseite institutioneller Tokenisierung. Die Zahl der Emittenten, die einer Tokenisierung ihrer Aktien auf OKXICE widersprechen, ist auf 16 gestiegen; neu hinzugekommen sind unter anderem Goldman Sachs, Microsoft und Alphabet.
Malaysias Zentralbank startet SSDS+ für tokenisierte Anleihen und Sukuk
Fakten
Bank Negara Malaysia gab am 20. Oktober 2026 den Start von SSDS+ bekannt. Die in Eigenentwicklung auf Cloud- und Distributed-Ledger-Technologie aufgebaute Plattform dient der Emission, Verwahrung und sicheren Aufbewahrung tokenisierter Anleihen und Sukuk und erweitert das bestehende zentrale Wertpapierverwahrsystem SSDS. Neben Wholesale-Emissionen ist SSDS+ für tokenisierte Staatsanleihen sowie Unternehmensanleihen für Privatanleger ausgelegt. Die Integration mit RENTAS+ ermöglicht Zahlungs- und Abwicklungsdienste rund um die Uhr: SSDS+ führt Übertragungs- und Eigentumsregister, während RENTAS+ die zugehörigen Zahlungen in Zentralbankgeld abwickelt.
Einordnung
Der Start verlagert die Tokenisierung von einzelnen Pilotprojekten in eine von der Zentralbank betriebene Kernmarktinfrastruktur. Besonders relevant ist die Verknüpfung des digitalen Wertpapierregisters mit Zentralbankgeld, weil sie das Gegenparteirisiko der Zahlungsseite begrenzt und institutionelle Anforderungen an Finalität und Liquidität adressiert. Die Unterstützung von Staats-, Wholesale- und Retail-Instrumenten schafft eine gemeinsame technische Basis für mehrere Marktsegmente. Noch offen bleiben Emissionsvolumen, konkrete erste Transaktionen und die praktische Interoperabilität mit externen Plattformen; der Infrastrukturstart ist daher wichtiger als ein bereits nachgewiesener Kapitalfluss.
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Anchorage Digital bindet regulierte Stablecoins direkt an Securitize an
Fakten
Anchorage Digital Bank und Securitize kündigten am 20. Oktober 2026 eine Partnerschaft an. Securitize kann Stablecoins, die von der bundesrechtlich beaufsichtigten Anchorage Digital Bank ausgegeben werden, künftig direkt bei der Bank prägen und zurückgeben; Anchorage übernimmt zudem Verwahrung und Abwicklung. Securitize nennt mehr als 4 Milliarden US-Dollar an tokenisierten Vermögenswerten auf seiner Plattform und unterstützt Fonds unter anderem von Apollo, BlackRock, BNY, Hamilton Lane, KKR und VanEck. Anchorage führt USDtb und USA₮ als Bestandteile seines Stablecoin-Ökosystems an, nennt jedoch weder einen konkreten Starttermin noch eine abschließende Liste der zunächst über die Integration verfügbaren Token.
Einordnung
Die Partnerschaft adressiert eine zentrale Lücke institutioneller Tokenisierung: Die Wertpapierseite kann bereits reguliert digital abgebildet sein, während die Geldseite häufig über zusätzliche Intermediäre beschafft wird. Direkte Prägung und Rücknahme bei einer bundesrechtlich beaufsichtigten Bank können operative Wege verkürzen und die Verantwortlichkeiten für Ausgabe, Verwahrung und Abwicklung bündeln. Zugleich erhöht die Bündelung die Abhängigkeit von einer einzelnen Bankverbindung; entscheidend werden Verfügbarkeit, Rücknahmeprozesse und Interoperabilität mit unterschiedlichen Fonds und Netzwerken. Bemerkenswert ist zudem die enge Verflechtung von tokenisierten Geldmarktfonds und Stablecoin-Reserven: Nach Anchorage-Angaben lagen zum 31. August rund 99 Prozent der 530 Millionen US-Dollar schweren USDtb-Reserven im von Securitize tokenisierten BlackRock-Fonds BUIDL.
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Goldman Sachs, Microsoft und Alphabet widersprechen OKXICE-Tokenisierung
Fakten
Eine aktualisierte öffentliche Mitteilung von OKXICE, die am 20. Oktober 2026 ausgewertet wurde, führt 16 Emittenten auf, die der Tokenisierung ihrer Aktien auf dem geplanten Handelsplatz widersprochen haben. Gegenüber der zuvor bekannten Liste mit neun Unternehmen kamen Goldman Sachs, Microsoft, Qualcomm, Caterpillar, McDonald’s, Western Digital und Alphabet hinzu. Das zugrunde liegende SEC-Modell verlangt eine 30-tägige Vorabinformation des Emittenten; bei einem Widerspruch darf der Handelsplatz die betreffende tokenisierte Aktie nicht anbieten. OKXICE plant ansonsten einen erlaubnisgebundenen, rund um die Uhr verfügbaren Handel auf XLayer über Uniswap-v4-Liquiditätspools, mit einer Eins-zu-eins-Unterlegung der Token durch die zugrunde liegenden Aktien.
Einordnung
Der Beitritt mehrerer Großunternehmen macht aus einzelnen Einwänden ein strukturelles Akzeptanzproblem für das Opt-out-Modell. Rechtliche Zulässigkeit und technische Funktionsfähigkeit reichen nicht aus, wenn Emittenten Kontrolle über Markenführung, Anlegerkommunikation, Stimmrechte und Kapitalmaßnahmen gefährdet sehen. Für Plattformen steigt damit der Bedarf an frühzeitiger Emittenteneinbindung und belastbaren Governance-Prozessen. Kurzfristig begrenzen die Widersprüche die handelbare Produktbreite und potenzielle Liquidität; langfristig könnten sie stärker kooperative oder emittentengeführte Tokenisierungsmodelle begünstigen.
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